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Vorsicht bei Time-Sharing Geschäften!

Mit Time Sharing für Urlaubsapartments in Spanien wurde in der Vergangenheit viel Unfug getrieben. Wer allerdings glaubt, dass die schwarzen Schafe nur beim Verkauf von Time-Sharing-Anteilen auftreten, die in betrügerischer Absicht nicht eingetragen werden oder deren Grundlage – nämlich das Kaufobjekt – schlichtweg nicht existiert, hat sich getäuscht! Mittlerweile gibt es viele Mitinhaber sog. Time-Sharing-Modelle, die - aus welchen Gründen auch immer- ihre Anteile wieder veräußern möchten. Auch beim Verkauf von solchen Anteilen gibt es unseriöse Anbieter! Traten bisher zumeist Fälle in Amerika und Kanada auf, so suchen die Betrüger seit kurzer Zeit auch in Deutschland nach Opfern. Die Betrüger gehen so vor: Auf diese Inhaber von Anteilen hat es nun eine neue Gruppe von Betrügern abgesehen. Diese Gruppen geben sich als Spezialisten für den Verkauf von Time-Sharing-Anteilen aus. Ihr Auftreten wirkt durchaus seriös. Einige treten als Mitarbeiter von spanischen Rechtsanwalts- oder Notarskanzleien auf und versuchen damit Vertrauen zu erwecken. Diese treten an die Inhaber von Time-Sharing-Anteilen heran und bieten ihnen an, Ihre Anteile an neue Käufer zu vermitteln. Es werden die Daten der zu vermittelnden Immobilien inklusive Kopien der offiziellen Dokumente erbeten. Auch werden die Eigentümer gebeten, Formulare auszufüllen. Etwas später teilt diese spanische Firma dem Eigentümer mit, dass man Interessenten für dessen Time-Sharing-Anteil gefunden hätte, die einen akzeptablen Preis für den Anteil zahlen würden. Zur Ausführung des Verkaufs müsste man aber für die Formalitäten einen Kostenvorschuss erheben. Auf diesen Kostenvorschuss kommt es den Betrügern an. Nachdem die Eigentümer ihn bezahlt haben, werden sie nichts mehr von den Vermittlern hören! Woran kann man unseriöse Anbieter erkennen? Sobald ein Kostenvorschuss- wofür auch immer – gefordert wird, sollte man vorsichtig werden! Es gibt selbstverständlich viele seriöse Vermittler; diese werden jedoch anders vorgehen: 1. Angebot Unseriöse Anbieter schreiben Eigentümer der Time-Sharing-Anteile in großem Stil an. Es handelt sich um Massenbriefe. Seriöse Anbieter werden in der Regel nur tätig, wenn der Eigentümer von sich aus Interesse an einem Verkauf bekundet hat und an sie herantritt. 2. Kosten Seriöse Anbieter werden den Eigentümer vor Vermittlung über die Kosten und wann diese zu bezahlen sind, aufklären, während die Betrüger zunächst gar nichts über Kosten mitteilen oder das Angebot als völlig gratis darstellen. Umso mehr sollte man misstrauisch werden, wenn plötzlich Gebühren verlangt werden, auch wenn die Aussicht auf einen lukrativen Verkauf sicher verlockend ist. Aber das ist von den Betrügern gerade beabsichtigt. Die Gebührenforderung soll vor dem Hintergrund des angeblich sicheren Verkaufes unbedeutend wirken. Auch sollte man bei Forderungen genau hinsehen, an wen diese zu zahlen sind. Häufig wird zu einer Zahlung via Bankanweisung (z.B. Western Union) aufgefordert. Der Nachteil dieser Anweisungen ist, dass sie nicht reversibel sind. Hin und wieder werden aber auch Konto-Verbindungen angegeben. Hier sollte man darauf achten, an wen die Überweisung zu tätigen ist. Wenn der Adressat eine Privatperson ist, erfolgt die Aufforderung höchstwahrscheinlich in betrügerischer Absicht. Auch werden vermeintlich spanische Makler Kontos in Spanien besitzen. Soll die Zahlung in ein Drittland erfolgen, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Wie sollte man vorgehen? Sollten Sie als Eigentümer ernsthafte Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit des Maklers haben, so sollten Sie nichts bezahlen und den Makler ggf. anzeigen. Denn es könnte sich immerhin um einen versuchten Betrug handeln! Sollten Sie bereits Opfer eines solchen Maklers geworden sein, so sollten Sie in jedem Fall Anzeige erstatten. Mittlerweile sind einige der Betrüger aufgeflogen. Es konnte von der Polizei auch Geld sichergestellt werden. Wenn Sie der spanischen Polizei als Geschädigter bekannt sind, könnten Sie eventuell einen Teil Ihres Geldes zurückbekommen. Anzeigen können Sie bei jeder Polizeidienststelle erstatten. Anzeigen können Sie sowohl persönlich und mündlich als auch schriftlich erstatten. Die deutsche Polizei leitet die Anzeige dann im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit direkt an die spanische Polizei weiter. Damit dies auf jeden Fall geschieht, teilen Sie der Polizei mit, dass in Spanien in ähnlichen Sachen schon ermittelt wird. Sie können aber auch direkt bei der Spanischen Botschaft oder einem spanischen Konsulat in ihrer Nähe die Anzeige erstatten. Die Adresse der spanischen Vertretung in Ihrer Nähe erfahren sie hier: (Link: www.spanischebotschaft.de) Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob der mit Ihnen in Kontakt stehende Makler vertrauenswürdig ist, so zögern Sie nicht, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Unter Umständen ist es nicht so klar, ob ein Makler wirklich vertrauenswürdig ist. Auch bei seriösen Maklern kann sich die Vertretung durch einen sachkundigen Rechtsanwalt durchaus lohnen. Wir würden uns freuen, Ihnen helfen zu können Gülpen & Garay

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